Bevor Sie einen Jagdschein erhalten, müssen Sie eine staatliche Jägerprüfung ablegen.
In jedem Bundesland wie Rheinland-Pfalz, Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen, Hessen oder Bayern ist diese unterschiedlich geregelt.
Die bestanden Jägerprüfung, egal in welchem Bundesland bestanden, hat bundesweit ihre Gültigkeit. Dadurch ist es Ihnen völlig frei, egal in welchem Bundesland Sie auch wohnen, wo Sie Ihre Jagdausbildung für Ihren Jagschein machen.
Die Jagdschule RheinAhrEifel bereitet die Schüler auf die Prüfung am Standort Osnabrück in Niedersachsen vor. Dort finden wir optimale Möglichkeiten mehrmals im Jahr eine faire Prüfung abzuhalten. Sie brauchen hierzu keine Zulassung oder Genehmigung Ihrer Jagdbehörde. Sollte eine Übernachtung am Prüfungsort von Nöten sein, sind wir gern bei der Vermittlung von Übernachtungsmöglichkeiten behilflich.
Mindestens ein Ausbilder wird bei Ihrer Jägerprüfung anwesend sein.

Gliederung der Jägerprüfung

1. Jagdliches Schießen
2. Schriftliche Prüfung
3. Praktische Prüfung

Schießprüfung

Büchsenschießen

Rehbockscheibe – 100 m – 5 Schuss – stehend angestrichen – Mindestleistung 25 Ringe
Laufender Keiler – 50 m – 5 Schuss – Mindestleistung zwei Treffer in den Ringen

Flintenschießen

Tontauben – 15 Tauben – 30 Schuss (Doppelschuss erlaubt)
Mind. 5 Treffer (Skeet oder Trapp, bei uns Trapp)

Eine nichtbestandene Schießprüfung kann am gleichen Tag wiederholt werden.

Schriftliche Prüfung

Insgesamt werden 100 Fragen aus 5 Fächern gestellt. Die Fragen sind ausschließlich im Multiple-Choice Verfahren (Ankreuzen) zu beantworten. Hierfür haben Sie ein Zeitfenster von 2 1/2 Std.
Hinweis: Die Jägerprüfungsfragen werden vorher ausgehändigt und somit besteht die Möglichkeit diese im Vorfeld genügend zu lernen.

Praktische Prüfung

Die mündlich-praktisch Prüfung wird in einem Jagdrevier abgehalten. Geprüft wird jeweils in den folgenden 5 Fächern.
Die Prüfzeit beträgt je Fach und Prüfling 20 Minuten.

Fächer:
Dem Jagdrecht unterliegende und andere freilebende Tiere
Jagdwaffen und Fanggeräte
Naturschutz, Hege und Jagdbetrieb
Behandlung des erlegten Wildes, Wildkrankheiten, Jagdhundewesen und jagdliches Brauchtum
Jagdrecht und verwandtes Recht

Hieran ist die Waffenhandhabung angegliedert

Alle Prüfungswaffen, sind aus der Ausbildung bekannt.

2 Kurzwaffen
– Revolver
– Pistole

4 Langwaffen
– Bockflinte
– Repetierer
– Repetierer mit Handspannung
– Drilling

Bestanden oder gescheitert?

Das Gesamtergebnis der schriftlichen und der mündlich-praktischen Prüfung wird in jedem Fachgebiet zusammengefasst und darf in keinem Fach unter „ausreichend“ – 4,49 -liegen. Sollten Sie dennoch unter 4,49 liegen, können Sie die Fachgebiete 3, 4 und 5, mithilfe des Gesamtdurchschnittes aus 3, 4 und 5 ausgleichen.
Die Fächer Wildtierkunde (Fachgebiet 1) & Waffenkunde (Fachgebiet 2) sind Sperrfächer, diese müssen für sich allein bestanden werden.
Zusätzlich gilt, dass das Gesamtergebnis der mündlichen Prüfung im Durchschnitt nicht schlechter als – 4,4 – sein darf.

Wichtiger Hinweis: Ein Durchfallen in der schriftlichen Prüfung ist nicht möglich, da die Note der schriftlichen Prüfung mit der Note der mündlich-praktischen Prüfung zusammengefasst wird. Sie haben immer die Möglichkeit, eine schlechte schriftliche Prüfung mithilfe der mündlich-praktischen Prüfung auszugleichen.

Dies alles, ist in Niedersachsen, mit der notwendigen Vorbereitung bei uns, kein Hexenwerk sondern sehr gut machbar.